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What About Your Life? präsentiert „Sketches“ von Tim Busse

07 / April / 2014

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What About Your Life? präsentiert „Sketches“ von Tim Busse

Eröffnung am Ostersamstag, 19.4.2014 ab 19 Uhr

What About Your Life? präsentiert unter dem Titel „Sketches“ die erste Ausstellung des 17-jährigen Tim Busse. Der Schüler des städtischen Gymnasiums besticht durch seine detaillierten Zeichnungen. Mit Hilfe eines Materialmixes aus Blei- und Buntstiften, Kohle sowie Farbe schafft der junge Künstler lebensnahe Bilder und Portraits, die gesellschaftliche Prozesse aufgreifen.

Weitere Infos zum Künstler gibt es hier:
https://www.facebook.com/timbusseArts

Mit der ersten Ausstellungseröffnung kommt der gemeinnützige Verein What About Your Life? seinem Ziel nahe, langfristig einen Projektraum in Prenzlau zu etablieren. Dieser soll jungen Menschen aus der Region die Möglichkeit geben, in verschiedenen Feldern wie Malerei, Theater oder Musik künstlerisch frei tätig zu werden.

What About Your Life? ist eine Initiative, die von jungen Menschen aus Prenzlau und Umgebung ins Leben gerufen wurde. Seit 2009 organisiert das Team ehrenamtlich Musik- und Sportveranstaltungen in der Uckermark mit dem Ziel die Verbindung zur Heimat in verschiedenen Formen aufrechtzuerhalten.

Seit Anfang 2013 ist What About Your Life? offiziell ein eingetragener Verein und versucht auf diesem Weg sein Engagement weiter auszubauen. Neben einem Patenschaftsprogramm zur Beratung von jugendlichen Schulabgängern und einem Präsentationstag auf der Landesgartenschau 2013 in Prenzlau sind weitere Projekte geplant, die eine Verknüpfung zwischen Prenzlauern und Ehemaligen fördern.

 

Interview mit Tim Busse:

Wie bist du zum Malen gekommen?

Interesse am Malen habe ich seit jeher. Schon im Kindergarten habe ich deutlich mehr als andere Kinder gemalt. Meine Familie und Freunde haben damals mein Talent erkannt, mich in dem was ich mache unterstützt und dazu ermuntert, selbst an mich und meine „Kunst“ zu glauben.

Wer sind deine Vorbilder?

Auf Facebook und Instagram habe ich Toni Mahfud entdeckt. Das ist ein 19-jähriger Künstler aus Hamburg, der extrem fotorealistisch zeichnet und schon eine riesige Community vorzuweisen hat. Beeindruckend finde ich an Toni Mahfud, was er mit so wenigen Mitteln alles erreicht hat. Das gibt mir Mut und Motivation zum Weitermachen. Es gibt auch noch einige andere Künstler, die ich mir im Netz ansehe, aber ein wirkliches Vorbild habe ich nicht. Ich möchte gerne meinen eigenen Stil kreieren und dabei in Richtung realitätsnahe fotografische Kunst mit gesellschaftskritischen Einflüssen gehen. Der Bezug zu aktuellen gesellschaftlichen Themen ist mir sehr wichtig.

Möchtest du auch in Zukunft in dieser Richtung arbeiten?

Die Kunst wird immer einen riesigen Einfluss und einen großen Stellenwert in meinem Leben haben. An erster Stelle steht sie jedoch trotzdem nicht, da es wichtig für mich ist, auf eigenen Beinen stehen zu können. Daher werfe ich auch einen Blick auf andere Berufe und Möglichkeiten, die prinzipiell aber schon in Richtung Design oder Mode gehen sollen. Ein Beruf, in dem Kreativität eine große Rolle spielt, wäre wünschenswert.

Was inspiriert dich?

Zum einen inspiriert mich die Ruhe auf dem Dorf, die man dort hat, um für sich zu sein, den Blick frei zu kriegen und sich zu fokussieren. Überhaupt sind Heimat und Familie sehr wichtig für mich und auch ein Bestandteil meiner Inspiration. Ich kann mir nicht vorstellen, hier einfach alle Zelte abzubrechen. Die Beziehung zwischen meiner Inspiration und meinem Heimatort ist allerdings etwas zwiespältig. Denn andererseits verliere ich durch das Dorfleben auch schon mal schnell meine Motivation. Daher suche ich oft den Weg nach Berlin (z.B. Kreuzberg), um mich wieder zu motivieren und meine Kreativität anzuregen. Generell inspiriert mich das Leben, weshalb ich oft versuche, Momentaufnahmen festzuhalten.

Hattest du bereits die Möglichkeit, deine Arbeiten einem breiteren Publikum zu präsentieren, z.B. in einer Ausstellung?

Nein, leider noch nicht. Im Moment arbeite ich eher auf Anfrage, erledige Aufträge. Oder ich male zu Anlässen wie Geburtstagen oder Ähnlichem und verschenke meine Werke.

Mit welchen Materialien arbeitest du?

Am liebsten arbeite ich mit dem Bleistift. Gern greife ich aber auch zu Buntstiften. Erst letztens habe ich mir einen riesigen Buntstiftkasten geleistet. Ich versuche eben auch, einfach in mich selbst zu investieren um mehr Möglichkeiten zu haben. Ansonsten kommt auch Kohle des Öfteren bei meinen Arbeiten zum Einsatz. Teilweise verwende ich auch Pinsel und Farbe, doch der Fokus liegt eindeutig auf Stiften. Mit diesen Materialien zeichne ich gern unterschiedliche Strukturen sehr detailliert, wobei mir Perfektion und Präzision sehr am Herzen liegen. Insgesamt zeichnen sich meine Arbeiten durch einen Material- und Technikmix aus.

Was sagen deine Freunde zu dem, was du machst?

Die stehen hinter mir und finden es gut, genauso wie meine Familie. Ich bekomme eigentlich Unterstützung von allen Seiten. Anfangs war ich natürlich etwas nervös, ihnen meine Arbeiten zu präsentieren, aber ich habe gleich volle Akzeptanz und sofortige Anerkennung erfahren. Das motiviert mich natürlich weiterzumachen und weiter zu lernen, auch von anderen Künstlern. Neid empfinde ich dabei nicht. Ich bin da eher bodenständig, was Bekanntheit und Berühmtheit anbelangt. Mir ist wichtig, dass ich mich frei in meiner Kunst entfalten kann und diese dann auch meine eigene Persönlichkeit widerspiegelt. Deshalb versuche ich, in jedes Bild etwas von dieser einfließen zu lassen. Wie gesagt, ich möchte gern meinen eigenen Stil kreieren und die Kreativität steht absolut im Vordergrund.